Loich 67

3211 Loich

Die Nordmanntanne

 

Die Nordmanntanne ist benannt nach ihrem Entdecker, dem finnischen Botaniker Alexander von Nordmann. Sie stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wird deshalb auch Kaukasus-Tanne genannt.

 

Erscheinungsbild

Die Nordmanntanne hat einen geraden Stamm und kann bis zu 25 m hoch und 8 m breit werden. Sie hat ein relativ rasches, pyramidenförmiges Wachstum. Die Nadeln der Nordmanntanne sind an der Oberseite dunkelgrün glänzend und haben an der Unterseite zwei weiße Streifen – die sogenannten Stomatastreifen. Ihre Zapfen werden bis zu 15 cm lang und bis zu 5 cm dick. Anfangs sind sie grünlich, die Farbe wechselt aber mit der Zeit immer mehr ins Braune. Ein besonderes Merkmal ist, dass sie aufrecht auf den Zweigen stehen. Dies unterscheidet sie z.B. von den herabhängenden Fichtenzapfen.

 

 

Standort

Bevorzugt wird ein sonniger bzw. halbschattiger Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringer Luftbelastung. Der Boden sollte eher feucht und nährstoffreich sein. Bodenverdichtung kann unter Umständen zu einem Problem werden. Ein Umpflanzen des Baumes ist meist nur schwer möglich, da er eine dominierende Pfahlwurzel hat, die beim Ausgraben leicht beschädigt werden kann, was der Baum oft nicht verkraftet.

 

Pflege

Die Nordmanntanne als Gartenbaum  ist wenig anspruchsvoll. Ein Schnitt ist nicht notwendig – ihr schöner, gleichmäßiger Wuchs kommt ohne Schnitt am besten zur Geltung. Wer aber einen schmaleren Wuchs möchte, kann die äußeren Triebe einkürzen. Beim Schnitt ist zu bedenken, dass die Tanne aus dem alten Holz nicht mehr neu austreibt!

Vor allem junge Bäume sind spätfrostgefährdet. Außerdem kann es auch im Winter zu Wassermangel kommen. Wenn der Boden gefroren ist, wird zwar weiterhin Wasser verdunstet, der Baum kann aber das Wasser und die Nährstoffe nicht mehr in alle Pflanzenteile transportieren.

 

Verwendung

Allgemein bekannt dürfte wohl sein, dass die Nordmanntanne einer der beliebtesten Weihnachtsbäume ist. Die Gründe dafür sind zum einen die lange haftenden Nadeln, die nicht stechen und zum anderen ihr angenehmer, harzig-frischer Duft. In Dänemark – Europas größtem Exporteur von Nordmanntannen – werden sie auf großen Plantagen angebaut.

Außerdem wird dieser dekorative Baum gerne in Parkanlagen und auf Friedhöfen gepflanzt.

Nur wenige wissen, dass die Nordmanntanne auch eine beliebte Bienenfutterpflanze ist. 

 

 

 

Quellen: www.mein-schoener-garten.de, Bilder: Shutterstock