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Die Birken

Unter den Birken gibt es etwa 10 Arten, die als Gartenbaum Verwendung finden. Wir stellen hier die Hänge-Birke vor, da sie bei uns am häufigsten vorkommt. Sie ist ein sommergrüner Laubbaum, der in Mitteleuropa weit verbreitet ist und höchstens 120 Jahre alt wird – was für ein Baumleben eher kurz ist. Ihren Namen hat die Birke von dem althochdeutschen Wort „bircha“ – was so viel heißt wie „weiß, glänzend“.

 

Erscheinungsbild

Die Birke hat eine aufrechte Kronenform und wird bis ca. 25 m hoch. Die relativ kleinen Blätter sind oval, spitz zulaufend und gesägt, die eher dünnen Zweige oft charakteristisch herabhängend. Die kätzchenförmigen Blüten zeigen sich von März bis Anfang Mai.  Die weiße Rinde weist schwarze Risse auf. Die abgestorbenen Rindenteile lösen sich streifenartig vom Stamm ab.

Standort / Ansprüche

Die Hängebirke kommt mit beinahe allen Bodenverhältnissen sehr gut zurecht, kann sich aber gegenüber anderen Bäumen nur schwer durchsetzen. Ein vollsonniger Standort ist fast der einzige Anspruch, den die Birke stellt.
Schneidearbeiten sollten – wenn überhaupt – im Spätsommer durchgeführt werden.

 

Verwendung

Sehr oft wird die Birke als Gartenbaum gepflanzt. Dabei ist zu bedenken, dass die Blätter und Samen schnell die Regenrinnen verstopfen, was für viele Menschen unerwünschte Arbeit mit sich bringt.
Allergiker sollten diese Bäume übrigens meiden (Birken-Pollen) bzw. eine eventuelle Allergie im Vorfeld abklären.

Das Holz der Birke wird gerne als Furnierholz verwendet, sowie als Brennholz für Kamine, da es einen hohen Heizwert hat und keine Funken schlägt.

Die Birke gilt als „Baum des Lichts“ und ist Symbol für Fruchtbarkeit. Sie ist Bestandteil vieler Bräuche. So werden Birken in unserer Gegend z.B. entlang des Prozessionsweges zu Fronleichnam aufgestellt.

 

Interessantes – Gewinnung von Birkensaft

Im Frühling, wenn die Birke beginnt vermehrt Wasser für den baldigen Blattaustrieb zu pumpen, kann man Birkenwasser gewinnen. Dazu wird ein Ast abgesägt und der austretende Saft mit einem Gefäß aufgefangen. Dies schadet dem Baum nicht, wenn es in einem vernünftigen Ausmaß durchgeführt wird. Der Saft kann entweder sofort genossen werden oder er wird zu einem Sirup oder ähnlichem (Birkenwein, etc.) weiterverarbeitet.
Birkensaft erhält man auch in Apotheken wegen seiner entschlackenden, entwässernden Wirkung.

 

 

 

 

Quellen: www.baumportal.de, www.mein-schoener-Garten.de, Bilder: Shutterstock