Loich 67

3211 Loich

Die Stieleiche

Die Stieleiche ist ein sommergrüner Laubbaum, der bis zu 40m hoch werden kann. Sie ist beheimatet in Nordafrika, Europa bis nach Vorderasien und kann bis zu 1000 Jahre alt werden.

 

Erscheinungsbild

Die ledrigen Blätter haben an beiden Seiten 5 – 7 rundliche Lappen und sind zwischen 7 und 12 cm lang. Ihr Oberseite ist kräftig grün und etwas glänzend. Die Unterseite ist heller.

Ab dem 20. bis 40. Jahr zeigen sich im April/Mai die eher unscheinbaren Blüten.

Die nussartigen Früche (Eicheln) sitzen in flachen Fruchtbechern auf etwa 5 cm langen Stielen. Daher kommt auch der Name Stieleiche. Sie werden im September/Oktober reif. Der Baum kann erst ungefähr ab dem 60. Lebensjahr Eicheln bilden, die keimen können.

Die Rinde ist grau bis braungrau und tief gefurcht.

Standort

Die Stieleiche bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und ist hinsichtlich des Bodens eher anspruchslos. Sie ist ein frostharter Baum mit hoher Toleranz gegen Trockenheit UND Feuchtigkeit.

 

Bedeutung

Die Germanen weihten die Eiche ihrem Gott Donar. Spezielle Exemplare wurden besonders geschützt. Aufgrund ihres majestätischen Aussehens und ihres hohen Alters verkörpert die Eiche bis heute in vielen Kulturen Werte wie Standhaftigkeit, Stärke, Treue, Weisheit und die Ewigkeit. Eicheln bzw. Eichenlaub findet man oft auf Münzen, Wappen und Abzeichen.

 

Verwendung

Das Holz der Eiche ist extrem widerstandsfähig und hat sogar unter Wasser eine sehr gute Haltbarkeit. Deshalb wurde es schon vor 1000 Jahren beim Schiffsbau eingesetzt. Auch heute noch wird es gerne für Whiskey- bzw. Weinfässer sowie für den Hausbau genutzt.

Die Eicheln sind ein beliebtes Winterfutter für Vögel, Wild und Nagetiere und werden zur Schweinemast verwendet. Sie sind jedoch giftig für Pferde und Rinder! (Besonders wenn sie noch unreif sind).

In der Medizin finden aus der Eiche gewonnene Extrakte beispielsweise Anwendung gegen Magen-Darm-Beschwerden und Schleimhautentzündungen. Außerdem werden sie in der Bachblütentherapie eingesetzt.

 

 

 

Quellen: www.mein-schoener-garten.de, www.baumportal.de, www.baumkunde.de, Bilder: Shutterstock